Bundesweiter Vorlesetag an der Heinrich-Campendonk-Realschule

Am Freitag, den 21. November 2025 fand wieder der diesjährige bundesweite Vorlesetag statt, woran sich unsere Schule mit viel Freude und großer Begeisterung beteiligte. Dieser Tag rückt das Lesen und die Förderung der Lesekompetenz sowie des Leseverstehens der Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen in den Vordergrund.

In diesem Jahr hatten wir das große Glück, unseren Schulleiter Herrn Hammel sowie zahlreiche engagierte Eltern als Vorlesepaten begrüßen zu dürfen. Pro Klasse lasen jeweils drei Vorlesepaten den Kindern Passagen aus einem vorab ausgewählten Kinder- und Jugendroman vor. Illustriert wurden diese Textstellen durch eine begleitende PowerPoint-Präsentation, die auch mehrere Rätsel enthielt, um das Gehörte nach jedem vorgelesenen Kapitel zu festigen.

Den Fünftklässlern wurden im Rahmen des Vorlesetags Auszüge aus dem Buch „Die wundersamen Talente der Kalendario-Geschwister“ von Louisa Söllner vorgelesen. Dieses spannende Werk erzählt von den magischen Kalendario-Geschwistern und einem mysteriösen Kriminalfall, der aufgedeckt werden soll. Dabei handelt es sich um eine Detektivgeschichte der besonderen Art voller Freundschaft und mit einer großen Portion Komik sowie zahlreichen liebenswerten Figuren.

Unsere Fünftklässler hörten gespannt zu und waren sich am Ende alle einig, dass die Zeit viel zu schnell vergangen war. 

Durch den Vorlesetag wurde die Bedeutung des Vorlesens gestärkt und ein Leseanreiz für unsere Schülerinnen und Schüler geschaffen. Dank des Engagements der Vorlesepaten konnten wir unseren 5. Klassen diese einmalige Erfahrung ermöglichen.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen Vorlesepaten bedanken, die diesen Tag durch ihre Mithilfe und ihren Einsatz bereichert haben.

Martina Burmberger

Fachschaft Deutsch

Die Heinrich-Campendonk-Realschule erhält zum neunten Mal in Folge die Auszeichnung Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule

Wir haben erneut die begehrte Auszeichnung zur „Umweltschule“ erhalten. Wir freuen uns sehr, eine von 687 ausgezeichneten Schulen in Bayern zu sein. Die Auszeichnung ist eine Anerkennung für langjährige und zahlreiche Umwelt- und Nachhaltigkeitsprojekte an unserer Schule.

Mit der Auszeichnung „Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule“ wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der die gesamte Schule im Rahmen der Schulentwicklung unter dem Leitbild einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) voranbringt.

„Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule“ ist Teil des weltweiten Eco-Schools-Netzwerkes und wird in Bayern vom LBV (Landesbund für Vogelschutz) koordiniert.

Für eine Auszeichnung sind im aktuellen Schuljahr zwei Handlungsfelder aus dem Themenbereich Umwelt und nachhaltige Entwicklung zu bearbeiten.

Unsere Schule hat Projekte und Aktionen zu den Themen „Nachhaltiger Konsum – ökologische und soziale Verantwortung“ sowie „Maßnahmen zum Klimaschutz / zur Klimaanpassung“ durch-geführt.

Einige Aktivitäten werden an dieser Stelle näher erläutert. Die AG Umwelt und die 7. Klassen im Fach EG nutzten das neu angeschaffte Hochbeet, um Kräuterkunde zu betreiben, das Beet zu bepflanzen und die frischen Kräuter direkt zu verarbeiten (Kräuterbutter, Kräuterlimonade).

In den Jahrgangsstufen fünf und acht wurden neben dem Klimawandel, die globale Wasserversorgung und Auswirkungen auf Ressourcen behandelt. Mit einem Klimaprojekt in den neunten Klassen sollten Schülerinnen und Schüler sowohl für den Klimawandel sensibilisiert als auch Handlungsmöglichkeiten zum Klimaschutz aufgezeigt bekommen.

Wir freuen uns darauf, im Schuljahr 25/26 unsere neuen Projekte zu starten. Unsere diesjährigen Themen sind „Nachhaltige Ernährung und Klimawandel“ sowie unser selbstgewähltes Schulthema „Grünes Klassenzimmer – lernen mit und in der Natur“ (Schulthema) widmen.

G. Hörer,
für das Umweltteam

Faszinierende Reise ins Weltall: Exkursion der Klasse 10a ins Planetarium ESO Supernova

Auch in diesem Jahr nutzen wir wieder das Angebot der ESO Supernova in München Garching und reisten mit den Schülerinnen und Schülern des mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Zweigs Mitte November ins Planetarium.

Diese Exkursion bot den jungen Entdeckerinnen und Entdeckern die Möglichkeit in die komplexe und faszinierende Welt der Astronomie einzutauchen sowie das Universum aus einer völlig neuen Perspektive zu erleben.

Zunächst durfte die Klasse die Ausstellung selbständig erkunden und auch an einigen Stationen

aktiv werden. Anschließend erhielten wir von der jungen Astrophysikerin Sanje Fenkart eine tolle Führung. Ihre lebendigen Darstellungen und fesselnden Erklärungen über Gas- und Gesteinsplaneten oder die für Menschen lebensfeindlichen Bedingungen auf dem Mars ließen uns staunen und regten unsere Neugier an. Besonders faszinierend und einprägend waren die Erläuterungen von Frau Fenkart zum bisherigen Wissen über Schwarze Löcher und der Erkenntnis, des Spaghetti-Effekts. Schwarze Löcher sind nämlich so massereich, dass die von ihnen ausgehende Gravitation Objekte nicht nur einfängt, sondern durch Gezeitenkräfte auch verformt, also spaghettisiert.

Diese spannende und lehrreiche Exkursion wird den Schülerinnen und Schülern noch länger in Erinnerung bleiben.

Wir danken Frau Fenkart, die sich über die vielen Fragen unserer Schülerinnen und Schüler gefreut hat, für die hervorragende Führung und die Möglichkeit, der Klasse 10 a einen eindrucksvollen Einblick in die Welt der Astronomie zu bieten.

 

Gabi Hörer und Eva Nether

                                                                 

 

 

 

 

 

 

Mit Zylinderhut, Gehstock und Anzug in den Klassen 8a, 9b und 9c – Eine Zeitreise durch die Modegeschichte

Herr Lipp, der Geschäftsführer des Modehauses Rid (Penzberg, Weilheim, Bad Tölz), dem ältesten Modehaus Deutschlands, zu Gast bei uns an der Realschule

Im Oktober 2025 besuchte ich die Feier zum 185-jährigen Bestehen des Modehauses Rid in Penzberg. Besonders beeindruckend war dabei die historische Modenschau, die vom Geschäftsführer des Modehauses, Herrn Lipp moderiert wurde. Mit großem Fachwissen und zahlreichen spannenden historischen Hintergründen zur Modegeschichte verstand er es, die Entwicklung der Kleidung in ihren gesellschaftlichen Zusammenhängen lebendig darzustellen.

Angeregt von diesem Erlebnis sprach ich Herrn Lipp im Anschluss an die Veranstaltung an und fragte ihn, ob er sich vorstellen könne, sein umfangreiches Wissen auch mit unseren Schülern und Schülerinnen zu teilen. Eine historische Modenschau an der Realschule war leider nicht möglich, da die Kostüme über einen externen Kostümverleih ausgeliehen worden waren und nicht mehr zur Verfügung standen. An potentiellen Models hingegen hätte es im Lehrerzimmer sicher nicht gemangelt 😊.

Umso mehr freuten wir uns über das Angebot von Herrn Lipp, stattdessen einen Power-Point-gestützten Vortrag zur Entwicklung der Modegeschichte von der Französischen Revolution bis in die Gegenwart an unserer Schule zu halten.

Am Freitag, den 12. Dezember 2025, kamen drei meiner Geschichtsklassen in den Genuss dieses besonderen Unterrichtsangebots:

Die Klasse 8a nahm in der zweiten Schulstunde teil, die Klasse 9b in der fünften und die Klasse 9c in der sechsten Stunde, jeweils in einem unserer beiden Geschichteräume der Schule, G1 und G2.

Der Vortrag von Herrn Lipp, welcher im schicken Anzug und Krawatte erschien und zur weiteren Veranschaulichung auch mal den Zylinderhut aufsetzte und den Gehstock zu Hilfe nahm, war äußerst interessant und bot den Schülern und Schülerinnen einen anschaulichen Einblick in die Wechselwirkungen zwischen Mode, Gesellschaft und historischen Umbrüchen. Besonders deutlich wurde, wie eng Kleidung mit politischen, sozialen und kulturellen Entwicklungen verbunden ist und dass das Phänomen von „Influencern“ nicht erst eine Erscheinung der Moderne ist.

Drei Beispiele aus der Zeit des Ersten Weltkrieges verdeutlichen dies:

Bart unter der Gasmaske funktioniert nicht

So wurde beispielsweise erklärt, dass der starke Bartwuchs bei Männern stets im Trend lag. Den Umbruch bildete der Erste Weltkrieg, denn ein Bart unter der Gasmaske funktionierte einfach nicht. Alle rasierten sich ihre Bärte ab, auch die, die nicht an der Front kämpften, denn mit Bart würde man sich ja als Nicht-Soldat outen.

Taschenuhren im Krieg sind unpraktisch: Ein General als Influencer

Zudem wurde aufgezeigt, dass sich die bis dahin verbreiteten Taschenuhren an ihren langen Ketten während des Ersten Weltkrieges ebenfalls als unpraktisch erwiesen haben und Louis Cartier deshalb im Jahre 1917 die Armbanduhr für den amerikanischen General John J. Pershing entwarf und sie ihm inmitten von Kriegswirren und anhaltenden Schlachtenlärm überreichte. Und so nahm Pershing, als bedeutender General, die „Influencer-Rolle“ ein, was die Armbanduhr unter die Menschen brachte.

Ein Mantel für den Schützengraben: Der Trenchcoat (engl. trench= Graben, coat = Mantel)

Jeder kennt ihn, er ist in fast jedem Modegeschäft zu finden und auch das Kaufhaus Rid verkauft ihn aktuell: Den Trenchcoat. Ein mittellanger bis langer, meist doppelreihiger Regenmantel ohne Kapuze  mit Gürtel. Erfunden wurde er vom Hersteller Burberry als Mantel für die britische Armee, denn das oft monatelange Verweilen in nassen, dreckigen und kalten Schützengräben während des Ersten Weltkriegs verlangte nach etwas Wasserabweisendem und Witterungsbeständigem. Zunächst von britischen, dann auch von französischen Offizieren getragen, kam er so über den Gebrauch im Schützengraben zu seinem Namen.

 

Doch nicht nur der Erste Weltkrieg, sondern auch viele weitere historische Begebenheiten wie z.B. die Französische Revolution, die Goldenen 20er oder der kalifornische Goldrausch, welcher durch die Notwendigkeit von stabilen, reißfesten Arbeitshosen für die Minenarbeit die Jeans durch Levi Strauss ins Leben rief, hatten Einfluss auf die Modegeschichte.

Die Veranstaltung stellte somit eine gelungene und praxisnahe Ergänzung zum regulären Geschichtsunterricht dar.

Ein herzlicher Dank gilt Herrn Lipp für sein Engagement und die spannende Gestaltung dieses besonderen Lernerlebnisses!

 Nicole Vogl

 

Heuer fast KEIN Nikolaus für unsere 5. Klassen…

In diesem Jahr gestaltete sich unsere Nikolausaktion mit einem kleinen Hindernis. Was ist ein Nikolaus ohne Kostüm? Ein Krampus ohne Fell? Wo sind Stab, Goldenes Buch, Jutesack und Engelsflügel? Nein, ohne das geht es ja nicht…

Nach einer aufregenden Suche und lieben Menschen, die uns ein anderes Kostüm leihen wollten, ist unsere Kiste dann doch noch am Morgen der Aktion aufgetaucht und alles konnte wie gewohnt ablaufen.

Und so marschierten Emil als Nikolaus und Georg als Krampus gemeinsam mit DJ Janosch und dem Boxenträger Ferdi durchs Schulhaus, zauberhaft begleitet von allen Engeln und Wichteln und den Weihnachtsklassikern Jingle Bells und Rocking around the Christmas Tree. Dank der Verse, die immer unsere 9.Klasstutoren dichten, konnte zu jedem Kind etwas Lobendes oder zu Verbesserndes vorgelesen werden, ein großer Dank für eure Mühen im Voraus! Und als kleine Belohnung dürfen natürlich Mandarinen, Nüsse und ein kleiner Schoko – Lolly nicht fehlen. Wir hoffen, es hat allen gefallen und danke an unsere engagierten Tutoren!

 

Kathrin Staltmeier und Nicole Vogl für das Tutorenteam