„Wir Kinder des 20. Juli- Gegen das Vergessen: Die Töchter und Söhne des Widerstands gegen Hitler erzählen ihre Geschichte“

Eine szenische Lesung für unsere 10. Klassen (am 12.2.2026) und 9. Klassen (am 22.07.2026) durch den Schauspieler und Spiegelbestsellerautor Tim Pröse

Aus Anlass des 80. Jahrestages der Penzberger Mordnacht bot die Stadtbücherei Penzberg letztes Jahr die Lesung „1945 bis 2025: 80 Jahre Kriegsende. Die letzten Stimmen des Widerstands“ mit dem Schauspieler und Spiegel- Bestsellerautor Tim Pröse im Metropol Penzberg an.

Diese hat sowohl Lehrkräfte als auch Schüler und Schülerinnen so berührt und überzeugt, dass wir Tim Pröse für die oben genannte Lesung am DONNERSTAG, den 12.02.2026 (für die 10. Klassen), und am MITTWOCH, den 22.07.2026 (für die 9. Klassen), zu uns an die Heinrich-Campendonk-Realschule Penzberg eingeladen haben!

Es wurde an die letzten Helden gegen Hitler erinnert. Tim Pröse ist vielen von ihnen selbst begegnet und hat sie lange begleitet. Nun präsentierte er die Frauen und Männer, die sich gegen Hitler gestellt hatten, in einer szenischen Lesung. Diese mutigen Menschen haben zusammen mit Claus Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 ein Zeichen gesetzt, das die Welt veränderte. An diesem Tag versuchte Graf, Hitler zu töten. Hunderte Entschlossene aus dem Militär, Zivilleben, der Politik und Kirche gaben ihr Leben an diesem Tag. Hitler nahm damals blutige Rache. Mehr als 150 Widerstandskämpfer ließ er grausam ermorden. Ihre Kinder wurden den Eltern entrissen: Sie sind die letzten Stimmen des Widerstands.

Tim Pröse hat diese Töchter und Söhne besucht, begleitet und ihnen zugehört: Welche Erinnerungen haben sie geprägt? Und welche Botschaft haben sie für uns heute?                                                                                              

Sein neues Buch „Wir Kinder des 20. Juli. Gegen das Vergessen: Die Töchter und Söhne des Widerstands gegen Hitler erzählen ihre Geschichte“ stand im Mittelpunkt der Lesung, vielmehr dieses Vortrags.

Es ist ein Buch und ein Vortrag über eine Vergangenheit, der wir uns jetzt stellen müssen. Denn das Gestern ist gegenwärtiger denn je.

Die Nachfahren dieser mutigen Generation rufen zum Schutz unserer Demokratie auf: „Wir müssen ihren Feinden in unserem Land und europaweit die Stirn bieten. Und wir sollten uns alle dafür verantwortlich fühlen.“

Eine aufregende, faktenreiche und bewegende Lesung zur Erinnerung und Mahnung.

Nicole Vogl

 

 

 

„Deine Stimme“- ein interaktives Spiel zur politischen Bildung in der Stadtbücherei Penzberg

Das Game „Deine Stimme“, ausgezeichnet vom Deutschen Computerspielpreis als bestes Serious Game 2025 und entwickelt von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit für Jugendliche ab der 8. Klasse, sensibilisiert für populistische und antidemokratische Strömungen in der Politik. Die Schüler und Schülerinnen trainierten dort ihre Urteilskompetenzen beim Rezipieren von politischen Medieninhalten. Die Klassen wurden von Frau Stephanie Benckendorff in der Stadtbücherei Penzberg für eine Schul- Doppelstunde in ein fiktives Wahlszenario versetzt, in welchem sie die Auswirkungen demokratischer Prozesse hautnah erlebten, politische Strategien hinterfragten und sich direkt mit manipulativen Mechanismen wie Populismus und Deepfakes auseinandersetzten.

                                                                      

Ein fiktiver Staat in naher Zukunft: Nach einem Jahr politischer Krise, zunehmender Gewalt auf den Straßen und den Zusammenbruch des traditionellen Parteiensystems stehen vier neue Parteien zur Wahl: Cogito, KIP, Active und Troy- jede mit einer eigenen Ausrichtung, Ideologie und medialer Inszenierung.

Die spielende Klasse geriet am Anfang des Spiels durch eine Videosequenz mitten in eine dramatische Szene eines gewaltsamen Raubüberfalls auf den Aktivisten und Streamer Lukas, welche live übertragen und später durch die Austragung über die Nachrichten für landesweite Aufregung sorgt. Es wird folglich über Kriminalität, Sicherheit und gesellschaftliche Verantwortung, welche in die fiktiven Wahlkämpfe integriert werden, rege diskutiert. Den Schülern und Schülerinnen wurden dann im Anschluss zahlreiche interaktive Videoausschnitte der Influencerin Dalila präsentiert, welche die vier Spitzenkandidaten der vier neuen Parteien zu sich in den Stream einlädt, um ihren Zuschauern die Möglichkeit zu geben, mehr Einblicke in die politische Agenda der Gruppierungen zu erhalten.

Es wurden die Themen Gewalt, Waffenbesitz, Überwachung, künstliche Intelligenz, Datenschutz und das umstrittene Like- Points- System- eine Art Sozialkredit, mit dem man sich Vorteile im Alltag verdienen kann- aufgegriffen. Unsere spielende Klasse war dabei aber nicht nur stiller Zuschauer, sondern sie likten oder dislikten Beiträge oder stimmten zu verschiedenen Fragestellungen ab, indem sie aufstanden und die Stimmenanzahl von Frau Benckendorff ins Abstimmungstool des Spiels eingegeben wurde. Zudem könnten die Schüler und Schülerinnen durch sogenannte „Faktenchecks“ zu bestimmten Sachverhalten weitere Informationen erhalten. Dazu musste immer eine bestimmte Spieleranzahl aufstehen.

Ein zentrales Element bildete die Wahl gegen Ende des Spiels: Die Klasse konnten in einer geheimen Wahl auf einem Wahlzettel ihre Stimme für eine der vier fiktiven Parteien abgeben, was von Frau Benckendorff mithilfe zweier Wahlhelfer aus der Klasse gleich im Anschluss ausgezählt wurde. Das Ergebnis wurde ins Spiel eingetragen und löste dadurch eines von sechs möglichen Enden aus, die von einem demokratischen Neuanfang bis zur Diktatur reichen.

Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass ein Spielergebnis auch nach der Wahl noch durch kollektiven Protest seitens der Klasse noch beeinflusst werden konnte.

Ein gelungener Vormittag, der Politik greifbar machte und die Stimmen der Schüler und Schülerinnen hörbar werden ließ!

 

 

 

 

 

 

Aus diesem Grund werden auch die Klassen 8a (am Freitag, den 6.2.26, mit Frau Vogl) und die Klassen 9b und 9c (am Freitag, den 6.3.26, mit Frau Vogl und Frau Pörs) unter die Spielenden gehen.

 von Nicole Vogl und Johann Braumandl