Begeistertes Publikum und Standing Ovations – Der erste Bunte Abend der Realschule Penzberg war ein voller Erfolg

Bei den beiden Vorstellungen am Dienstag, 8. Juli, und Mittwoch, 9. Juli verwandelte sich die bis auf den letzten Platz besetzte Neue Aula der Realschule Penzberg in eine Bühne voller Musik, Theater, Humor und beeindruckender Schülerleistungen. Der erste Bunte Abend der Schule vereinte die musikalischen Ensembles und die neu gegründete Theater-AG zu einer abwechslungsreichen Show, die das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute begeisterte.

Bereits der Auftakt machte Lust auf mehr: Chor und Band eröffneten den Abend mit dem Klassiker „Lemon Tree“ und sorgten sofort für beste Stimmung. Anschließend führten zwei Schülermoderatoren mit viel Witz, Charme und einer gehörigen Portion Situationskomik durch das Programm. Immer wieder bezogen sie das Publikum mit ein und sorgten mit ihren humorvollen Dialogen für zahlreiche Lacher.

Musikalisch bot der Abend eine beeindruckende Bandbreite. Die Band überzeugte mit ihrer energiegeladenen Interpretation von „We Didn’t Start the Fire“, bevor der Chor mit „Someone You Loved“ einen emotionalen Gegenpol setzte. Den Abschluss vor dem ersten Theaterakt bildete „Shallow“, das von Chor, Klavier und Schlagzeug kraftvoll und eindrucksvoll präsentiert wurde.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war jedoch die Premiere der neu gegründeten Theater-AG, die mit dem selbst entwickelten Stück „Olymp 2.0 – Götter. Drama. Likes.“ einen modernen Blick auf die griechische Mythologie wagte.

Was passiert eigentlich, wenn ein Gott mehrere tausend Jahre verschläft und erst im Zeitalter von Smartphones, Social Media und künstlicher Intelligenz wieder aufwacht?

Genau dieser Frage ging das Stück auf ebenso humorvolle wie kluge Weise nach. Hermes muss entsetzt feststellen, dass die Menschen nicht mehr ehrfürchtig zum Olymp blicken, sondern gebannt auf ihre Smartphones. Die Götter sind längst vergessen – wichtiger sind heute Likes, Follower und Algorithmen. Kurzerhand organisiert Hermes deshalb ein göttliches Casting: Welcher olympische Gott ist heute überhaupt noch relevant?

Es folgten herrlich überzeichnete Auftritte der bekannten Götter: Zeus hält sich selbstverständlich für die einzig richtige Wahl, Aphrodite präsentiert sich als Influencerin mit Rabattcodes und Beauty-Tipps, Ares möchte sämtliche Probleme am liebsten mit Muskelkraft lösen, Poseidon kämpft mit Umweltverschmutzung und Athene setzt auf Vernunft und Bildung. Hera kommentiert das Geschehen als scharfzüngige Jurorin mit trockenem Humor und entlarvt die Schwächen ihrer Mitgötter.

Für zusätzliche Lacher sorgten die immer wieder eingestreuten Faktenchecks, in denen historische Hintergründe der griechischen Mythologie augenzwinkernd erklärt wurden.

Doch plötzlich erscheint eine Figur, mit der niemand gerechnet hat: der Algorithmus. Er macht den Göttern deutlich, dass heute nicht mehr sie über Aufmerksamkeit entscheiden, sondern digitale Systeme, die bestimmen, was Menschen sehen, denken und teilen. Mit viel Witz entwickelt sich daraus eine ebenso unterhaltsame wie nachdenkliche Geschichte über Mediennutzung, Selbstinszenierung, Umweltbewusstsein und gesellschaftliche Verantwortung.

Nach dem ersten Theaterakt sorgten zwölf Cajónspielerinnen und Cajónspieler gemeinsam mit der Percussiongruppe für mitreißende Rhythmen. Besonders beeindruckend war dabei der erste große Auftritt der Percussionklasse 5b, die mit Präzision und Spielfreude überzeugte.

Anschließend begleiteten Percussiongruppe und Gitarren den Chor bei der gefühlvollen Ballade „Ordinary“, bevor nach dem zweiten Akt das Bläserensemble mit „Viva la Vida“ das Publikum begeisterte – dem erklärten Lieblingsstück der Musikerinnen und Musiker.

Den krönenden musikalischen Abschluss bildete schließlich ein schwungvolles Queen-Medley. Gemeinsam präsentierten Bläserensemble und Percussiongruppe die Klassiker „Another One Bites the Dust“, „We Will Rock You“ und „We Are the Champions“. Spätestens jetzt hielt es viele Zuschauer nicht mehr auf den Sitzen – es wurde begeistert mitgeklatscht, und tosender Applaus erfüllte die Aula.

Die Gesamtleitung des musikalischen Programms lag in den Händen von Ursula Kyriacou und Heidi Schächtl, während Katarina Reile und Johann Braumandl die Theater-AG leiteten und gemeinsam das Stück entwickelten und auf die Bühne brachten.

Wochenlange Proben, großes Engagement und viel Herzblut aller Mitwirkenden machten den Bunten Abend zu einem besonderen Erlebnis. Die zahlreichen Schülerinnen und Schüler auf und hinter der Bühne zeigten eindrucksvoll, wie viel Kreativität, musikalisches Können und schauspielerisches Talent an der Realschule Penzberg steckt.

Der lang anhaltende Schlussapplaus und die Begeisterung des Publikums machten deutlich: Der erste Bunte Abend war weit mehr als eine Schulveranstaltung – er war ein echtes Gemeinschaftsprojekt und ein kulturelles Highlight des Schuljahres. Nach diesem gelungenen Auftakt darf man sich schon jetzt auf eine Fortsetzung freuen.

 

 

 

Meine Stimme, meine Regeln

Die Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Campendonk-Realschule Penzberg erarbeiten ihre eigene Wahlsatzung für die Verbindungslehrer-, Klassen- und Schülersprecherwahl.

Dieses Schuljahr hat sich die SMV intensiv mit der Ausgestaltung der Wahlsatzung beschäftigt. Ziel war es, klare, faire und praktikable Regeln für die Wahlen der Klassensprecherinnen und Klassensprecher, der Verbindungslehrerinnen und Verbindungslehrer sowie der Schülersprecherinnen und Schülersprecher zu schaffen – gelebte Demokratie.

Die Erarbeitung war ein mehrstufiger Prozess:

Zunächst sammelte die SMV grundlegende Vorschläge und Orientierungspunkte aus bisherigen Wahlverfahren und aus den Erfahrungen einzelner Jahrgangsstufen. Es folgten zahlreiche Sitzungen der Schülersprecher Wesley Okunrobo, Till Kern, Evren Alsancak Lara, Sajad Ayubi. Für Formales erhielten sie Unterstützung der Verbindungslehrkräfte Sabine Pörs und Volker Bauer. Diese Treffen waren notwendig, um unterschiedliche Anliegen und Sichtweisen aus den Klassenvertretungen zusammenzuführen und einen gemeinsamen Konsens zu erarbeiten. Die Diskussionen waren konstruktiv, aber teilweise langwierig — genau deshalb fanden mehrere Sitzungen statt. Aufbauend auf diesen Ergebnissen wurde im Rahmen eines ganztägigen SMV‑Seminars die vorläufige Fassung der Wahlsatzung nochmals umfassend überarbeitet. An diesem Tag wurden Formulierungen präzisiert, Ablaufpläne abgestimmt und Zuständigkeiten klar definiert. Nach einem ganzen Schultag stand eine überarbeitete und abgestimmte Wahlsatzung, die sowohl praktische Umsetzbarkeit als auch demokratische Transparenz sicherstellt.

Die neue Wahlsatzung regelt nun unter anderem:

  • Ablauf und Zeitplan der Klassensprecherwahlen,
  • Modalitäten zur Wahl der Verbindungslehrerinnen und Verbindungslehrer,
  • Verfahren für die Schülersprecherwahl einschließlich Kandidaturvoraussetzungen und Stimmrechtsregelungen,
  • Mechanismen zur Sicherstellung von Geheimheit und Fairness bei der Stimmabgabe,
  • Zuständigkeiten für die Durchführung und Auszählung der Wahlen.

Die beschlossene Wahlsatzung wird zum kommenden Schuljahr in Kraft treten. Damit schaffte die SMV eine verlässliche Grundlage für demokratische Mitbestimmung an der Realschule und stärkt die Beteiligung aller Schülerinnen und Schüler an schulischen Entscheidungsprozessen.

Stimme der Erinnerung: Die Penzberger Mordnacht am 28. April 1945 durch die Augen des Zeitzeugen Nikolaus Lutz

In der bayerischen Kleinstadt Penzberg wurden am 28. April 1945 – die Amerikaner standen kurz vor der Stadt – 16 Männer und Frauen wegen „Hochverrats“ getötet, von einem Militärkommando erschossen bzw. von einem Mob aufgehängt.

Im Rahmen unseres Geschichtsunterrichts durften acht Tage vor dem 81. Gedenktag der „Penzberger Mordnacht“ alle vier 9. Klassen am Montag, den 20. April 2026, in der Stadthalle Penzberg die durch die Stadtbücherei Penzberg organisierte und kostenfreie Veranstaltung „Stimme der Erinnerung: Die Penzberger Mordnacht durch die Augen eines Zeitzeugen“ besuchen.  

Der Vortrag beschäftigte sich mit den historischen Ereignissen rund um die Penzberger Mordnacht vom 28. April 1945, einem besonders bedeutenden und grausamen Kapitel der Stadtgeschichte.

Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung durch Frau Ilka Heissig von der Stadtbücherei Penzberg erhielten die insgesamt ca. 200 Schüler und Schülerinnen der Real-, Mittel und Montessori-Schule Penzberg zunächst einen historischen Überblick durch Katrin Fohlmeister-Zach aus dem Penzberger Stadtarchiv, die dabei tatkräftige Unterstützung durch einen äußerst kompetenten Lehrer der Mittelschule Penzberg bekam.

Anschließend schilderte Nikolaus Lutz als Zeitzeuge seine persönliche Wahrnehmung zur Mordnacht:

Er war damals zehn Jahre alt und Ministrant, als er am Sonntagmorgen zur Kirche gehen wollte. Er sah die toten Menschen an den Bäumen hängen, den Kopf in der Schlinge, Schilder mit teilweise ihren Namen, teils mit NS-Propaganda, vor der Brust. „Es war ein Schock.“ Die Nachricht, dass andere Menschen erschossen worden waren, habe sich zugleich wie ein Lauffeuer verbreitet. Ludwig März, eines der Opfer, habe er gut gekannt. Aber auch weitere Opfer seien ihm durch die damalige Nachbarschaft bekannt gewesen. Die Bilder von den Erhängten könne er nicht vergessen. „Sie verfolgen mich noch manchmal im Schlaf.“

Eines der schlimmsten Schicksale, die in dieser Nacht passiert waren, so Herr Lutz, sei auch das Schicksal um das Ehepaar Fleißner gewesen: Die sog. „Werwolf-Gruppe“ wollte Herrn Fleißner aus seinem Haus zerren. Seine Frau habe sich mit aller Gewalt an ihren Mann geklemmt und die Worte „Nein! Nein! Nein!“ geschrien. Die Nationalsozialisten entschieden daraufhin kurzerhand, Frau Fleißner, welche zu dieser Zeit hochschwanger war, auch mitzunehmen und sie ebenfalls an einem Baum zu erhängen. Zählt man das ungeborene Kind mit, müsste man eigentlich heute von 17 statt 16 Opfern der Penzberger Mordnacht sprechen.

Das Gefühl, welches Nikolaus nach wie vor begleitet, sei ein sehr schweres. Man dürfe nicht vergessen, in welchem Wohlstand wir heute leben dürfen und solle alles dafür tun, dass sich so eine Geschichte auf keinen Fall mehr wiederholt.

Gerade aufgrund des „schweren Gefühls“, das ihn stets begleitet, wenn er an diese Nacht und die Zeit davor und danach denkt und darüber spricht, ist die Bereitschaft von Herrn Lutz, seine Geschichte mit jungen Menschen zu teilen, umso mehr hervorzuheben. Sein Engagement verdient große Anerkennung- nicht auch zuletzt vor dem Hintergrund, dass er erst wenige Tage vor der Veranstaltung einen schweren persönlichen Verlust erlitten hat: Vor einer Woche war seine Frau verstorben, die er selbst als das beste und schönste Kapitel seines Lebens bezeichnete. Gerade im Wissen um die prägenden und belastenden Erfahrungen seiner Kindheit, insbesondere die Erlebnisse der Penzberger Mordnacht, des zweiten Weltkrieges und die Abwesenheit seines Vaters durch russische Kriegsgefangenschaft, berührte dies daher nochmal in besonderer Weise.

Sein Besuch wurde von allen Beteiligten als Ausdruck großer Stärke und als wichtiger Beitrag zur lebendigen Erinnerungskultur wahrgenommen.

Vielen DANK an Herrn Lutz, dass er sich die Zeit genommen hat, seine bewegenden Erinnerungen mit uns zu teilen! 

Zum Abschluss blieb ausreichend Zeit für Fragen aus dem Publikum, sodass die Schüler und Schülerinnen ihre Gedanken und Eindrücke aktiv einbringen konnten, was zahlreich in Anspruch genommen wurde: „Hatten Sie in dieser Nacht bereits etwas gehört? Wie haben Sie das Ganze danach verarbeitet? Wurde das Thema in Ihrer Familie besprochen? sind nur einige wenige Beispiele.

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung war ein wichtiger Bestandteil unseres Unterrichts und bot eine wertvolle Gelegenheit, lokale Geschichte aus erster Hand zu erleben, denn, wie es Frau Ilka Heissig von der Stadtbücherei Penzberg am Schluss der Veranstaltung passend zum Ausdruck brachte:

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Zukunft verändern!“

Vielen DANK an die Stadtbücherei Penzberg, insbesondere an

Frau Ilka Heissig,

die uns diesen besonders eindrucksvollen Zugang zur Geschichte ermöglicht hat und dadurch das Verständnis für die Bedeutung von Erinnerungskultur, Demokratie und gesellschaftlicher Verantwortung förderte!

Nicole Vogl

 

 

Exkursion ins Deutsche Museum – Wissenschaft hautnah erleben

Im Frühjahr 2026 tauschten die siebten Klassen für einen Tag das Klassenzimmer gegen einen außerschulischen Lernort in München. Ziel war das Deutsche Museum, wo die Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche Inhalte einmal ganz praktisch erleben konnten.

Im dortigen Chemielabor wurden sie selbst aktiv: Ausgestattet wie echte Forschende führten sie verschiedene Untersuchungen an alltäglichen Lebensmitteln durch. Im Fokus stand dabei nicht das bloße Zuschauen, sondern das eigenständige Experimentieren. Mit einfachen Nachweisverfahren prüften die Jugendlichen beispielsweise, ob sich in Lebensmitteln wie Butterkeksen oder Proteinriegeln Zucker, Stärke oder Eiweiß finden lassen. Schritt für Schritt lernten sie dabei grundlegende Methoden der Analyse kennen.

Nach der praktischen Arbeit blieb noch Zeit, die zahlreichen Bereiche des Museums zu erkunden. In kleinen Gruppen entdeckten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Themenwelten.

Am Ende des Tages stand fest: Der Perspektivenwechsel vom Klassenzimmer ins Labor und Museum hatte sich gelohnt. Die Mischung aus eigenem Ausprobieren und freiem Entdecken sorgte nicht nur für neue Erkenntnisse, sondern zeigte auch, wie spannend naturwissenschaftliches Arbeiten sein kann.

Unser besonderer Dank gilt dem Förderverein unserer Schule. Dieser unterstützt die Besuche im Deutschen Museum durch die großzügige Finanzierung einer Schulmitgliedschaft im Deutschen Museum.

Christina Chiaffrino

„MINT -Tage“ in der 6. Jahrgangsstufe

In der Woche nach den Faschingsferien war es wieder so weit, drei Tage selbstständig, praktisch und abwechslungsreich Lernen in den MINT-Fächern. In jeweils halber Klassenstärke legten die Schülerinnen und Schüler gespannt und erwartungsvoll los und bearbeiteten für je 90 Minuten die Aufgaben der jeweiligen Module.

Folgende Module konnten wir heuer anbieten:

  • Mathematik:               Workshop GeoGebra, eine kostenlose, interaktive Mathematik- Software, mit der Schülerinnen und Schüler mathematische Figuren zeichnen, Funktionen darstellen und Berechnungen können.
  • Physik:                        Erneuerbare Energien, mit unseren neuen Experimentiersets zu erneuerbaren Energien, konnten Einblicke in die Funktion von Wind- und Solarenergie gewonnen werden.
  • IT:                                Scratch, eine Programmiersprache für Kinder und Jugendliche sowie erste Schritte mit dem Programm CAD, zur Erstellung von technischen Zeichnungen und 3D-Modellen am PC.
  • Biologie:                     Sezieren einer Forelle zur anatomischen Betrachtung von Organen bei Fischen, passend zum Lehrplan und dem Themenschwerpunkt Wirbeltiere.
  • Gesundheit/Ernährung: Zubereitung der sezierten Forelle mit saisonalem Gemüse.

Zum Abschluss der MINT – Tage stand auch wieder ein äußerst informativer und spannender Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Penzberg auf dem Programm. Ein absolutes Highlight war diesmal die Vorführung des Drehleiterfahrzeugs.

Fazit: Wir erhielten wieder sehr positive Rückmeldungen von unseren Schülerinnen und Schülern, eine Verbindung aus Spaß und Lernen.

Herzlichen Dank an alle beteiligten Kollegen sowie Herrn Kapfer – Arrington von der Freiwilligen Feuerwehr Penzberg.

Gabi Hörer