Erneute Auszeichnung zur „Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule“ 2020/2021

Trotz monatelangem Distanzunterricht konnten wir uns erfolgreich für die Auszeichnung bewerben.

Vor und nach der Zeit im Distanzunterricht, beschäftigte sich die AG-Umwelt unserer Schule v.a. mit den Themen nachhaltige Lebensführung und Möglichkeiten zur Artenvielfalt rund um das Schulgelände, hierzu legten wir zusammen mit unserem Hausmeister eine insektenfreundliche Blumenrabatte an. Auch im Distanzunterricht ist die AG-Umwelt nicht eingeschlafen. So haben wir uns im Januar mit den häufigsten Wintervögeln und deren Fütterung auseinandergesetzt. Die Ursachen von Artensterben und Möglichkeiten zur Schaffung von Lebensräumen im eigenen Garten beschäftigte uns in den Frühlingsmonaten. Weiterer Schwerpunkt war die Abholzung und Ausbeutung tropischer Regenwälder, aber auch das Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten des Einzelnen zum Schutz dieser Wälder.

Vor allem aber auch in den Fächern Geografie, Religion und Ethik wurden im Rahmen des Lehrplans zahlreiche Umweltthemen behandelt.

Die Auszeichnung motiviert uns sehr, weiter an unseren Projekten zu arbeiten sowie einige unserer zahlreichen Ideen für dieses Schuljahr umzusetzen.

G.Hörer

Steinzeit zum Anfassen

   Reise in die Vergangenheit – Besuch des Archäologen Bernhard Bischler

 in den 6. Klassen

 am 29.11.2021

In diesem Jahr hatten die sechsten Klassen der staatlichen Heinrich Campendonk Realschule in Penzberg wieder die Möglichkeit, die Steinzeit durch echte Zeugnisse mit allen Sinnen zu erfahren. Viele Fragen hatten sich die Kinder für Herrn Bischler überlegt und sehr gespannt erwarteten sie ihn. Diese waren u.a. „Wie haben die Menschen in der Alt- und Jungsteinzeit gelebt?“, „Woher haben wir diese Informationen?“, „Was macht Herr Bischler eigentlich genau in seinem Beruf und was waren seine bisher wertvollsten und aufregendsten Funde?“. Die wichtigste Frage war aber, gelingt es Herrn Bischler an diesem Vormittag Feuer wie die Steinzeitmenschen zu machen?

Der Archäologe zog die Kinder mit seinen spannenden Berichten aus seinem Arbeitsalltag in den Bann. So staunten die Schüler auch nicht schlecht, als sie erfuhren, dass Herr Bischler vor einigen Jahren in München, in Unterhaching, ein großes Grab aus dem Mittelalter, und am Ende der Garmischer Autobahn, bei Eschenlohe (Murnauer Moss), eine alte Römerstraße ausgrub. Fahrspuren der römischen Transportkarren waren noch sichtbar. Ein Schmunzeln war in den Gesichtern der Sechstklässler/innen zu erkennen, als er erzählte, dass er auch einmal eine Toilette aus dem Mittelalter im nassen Moorboden fand. Die Frage, wer denn solche Funde behalten darf, kam folglich deshalb auf, weil von einem Goldfund (Schmuck) aus der Bronzezeit in Rumänien berichtet wurde.

Das Besondere für die Schüler war, dass sie diese alten Steine und andere alten Gegenstände aus der Steinzeit anfassen durften. Dass die Kinder echtes Leder mit einem uralten, aber sehr scharfen Feuerstein schneiden durften, war für sie ein erstes Highlight, das sie so schnell nicht mehr vergessen werden.
Zum Abschluss des Steinzeittages stieg die Spannung nochmals an, da das versprochene Feuermachen noch bevor stand. Der Archäologe erklärte, dass man dafür nur drei Dinge brauche: Einen Feuerstein, Katzengold (auch Pyrit genannt) und etwas abgeriebenen, getrockneten Baumpilz von einer abgestorbenen Buche.

Das Erstaunen und die Begeisterung in den Augen der Kinder waren deutlich zu sehen, als sie erkannten, dass man auch ohne Feuerzeug, nur aus „Naturprodukten“, innerhalb von drei Minuten Feuer machen kann!
Mit viel Applaus und der Erkenntnis, dass Geschichte nicht nur Lernen aus Büchern ist, wurde Herr Bischler entlassen.

Die Heinrich Campendonk Realschule und insbesondere die Fachschaft Geschichte bedanken sich sehr herzlich beim Archäologen Bernhard Bischler, der uns diese Begegnung mit der Geschichte ermöglicht.

 von Nicole Vogl 

 

 

 

Weihnachtsaktion für Rumänien

Erstmalig in diesem Schuljahr unterstützen die Schülerinnen und Schüler der Realschule Penzberg die Rumänienhilfe Dienhausen. Organisiert durch den Religions- und Ethikunterricht wurden von den Jugendlichen der Jahrgangsstufen 5 bis 10 innerhalb von zwei Wochen mehr als 80 Weihnachtspakete für ein Kinderheim in Caransebes (Rumänien) vorbereitet. Vom Staat oftmals vergessen bekommen die Kinder und Jugendlichen dort oft gar keine bzw. nur sehr wenige Geschenke zu Weihnachten, sodass wir ihnen mit unserer Aktion eine große Freude machen werden. Abgeholt wurden die Päckchen von zwei Vertretern der Rumänienhilfe, die sich begeistert zeigten und sich für unser großes Engagement recht herzlich bedanken.