Zwölfjährige Schüler als Firmengründer

Schon die jüngsten Wirtschaftler an der Heinrich-Campendonk-Realschule sammeln Praxiserfahrung

Eine Projektphase im Fach „Betriebswirtschaftslehre/Rechnungswesen“ sollte den Schülerinnen und Schülern einen ersten Einblick in das wirkliche Leben einer Firma geben. Nicht nur aus Schulbüchern soll gelernt werden, sondern auch durch eigene Erfahrungen.
Die Klasse 7a/7b gründete dazu eine eigene Firma, die sich für einen kurzen Zeitraum von etwa einem Monat auf die Herstellung von weihnachtlich gestalteten Zündholzschachteln spezialisierte. Alle Teilbereiche und Posten einer Unternehmung, angefangen vom Finanzchef über die Marketingabteilung bis hin zur Produktion, wurden durch Schüler aus dieser Klasse besetzt. Künstlerisch begabte Schüler gestalteten liebevoll die Motive auf den Streichholzschachteln, was den Verkaufserfolg deutlich steigerte.
Die finanziellen Mittel für die Produktion stellten die Schüler auch selbst zur Verfügung: Jeder zahlte einen Euro Startkapital in das Firmenvermögen ein. Mit diesem Startgeld konnten dann alle benötigten Materialien zur Herstellung gekauft werden. Über jeden Einkauf wurde Buch geführt, jede Kopie wurde selbst bezahlt.
Jede Arbeitsstunde wurde bezahlt und trotzdem konnte die Firma nur durch einen einzigen erfolgreichen Verkaufstag an der Realschule einen respektablen Gewinn erwirtschaften.

In dieser „Geschäftsphase“ tauchte natürlich das eine oder andere Problem auf. Darüber wurde diskutiert und durch kreative Vorschläge der Schüler konnten Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt werden. So lernten die jungen Firmengründer durch eigene Erfahrungen schneller und nachhaltiger als durch die bloße Aneignung von theoretischem Unterrichtsstoff.