Mitten drin statt nur dabei – Musik erleben

Die Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufe am Freitag, den 5. Mai, ein musikalisches Erlebnis der besonderen Art. Sie durften bei der mit Musik untermalten Lesung „Sofie mit dem großen Horn“ nicht nur hören und schauen, sondern auch mitmachen. Die Geschichte von Hans Traxler erzählt von Sofie, die die jüngste einer musikbegeisterten Familie ist. Sofie ist sehr unzufrieden, da sie immer nur die kleinste Flöte spielen darf. Als sie eines Tages das Alphorn für sich entdeckt, übt sie heimlich und überrascht ihre Familie mit einem Konzert.

Bei der musikalischen Lesung handelt es sich um eine Auftragskomposition der Theatergemeinde München, die dort im April mit großem Erfolg uraufgeführt wurde. Das Besondere dabei ist, dass auch der Komponist, Raphael Mayrhofer, mit einem eigenhändig gebauten Alphorn selber mit auf der Bühne steht und mitmusiziert. Neben vier Alphörnern gab es Klavier, Kontrabass, Geige, verschiedene Flöten und ein Vibraphon zu hören, wobei Studenten der Musikhochschule München spielten. Die Illustrationen aus dem Kinderbuch wurden zusätzlich an die Wand projiziert.

Bei der Aufführung durften auch die Schüler aktiv mitwirken. Sie wurden dazu angeleitet, Luftballons, die in der Geschichte eine wichtige Rolle spielen, als Percussioninstrumente zu verwenden. Zudem sangen alle gemeinsam einen vierstimmigen, zur Geschichte passenden Kanon. Nach der Vorstellung erhielten die Kinder die Möglichkeit, den Künstlern Fragen zu stellen und alle Instrumente auszuprobieren. Wer kann schon von sich behaupten, schon einmal auf einem Alphorn aus Abflussrohren, gespielt zu haben?

Vor allem das Singen und Mitmachen begeisterte die Schüler. Außerdem war es für viele eine einzigartige Gelegenheit, so viele verschiedene Instrumente live und nicht nur „aus der Konserve“ zu erleben. Die Lesung wurde unter tosendem Applaus und lautstarken Zugabe-Rufen beendet. Das ist wohl der schönste Dank an die Künstler, die Initiatoren und für den Förderverein, der durch eine großzügige Spende die Aufführung an der Realschule Penzberg ermöglichte.